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Schnellgedanken | Erkenntnisquickies | Kurzwahrheiten
Nach langer Blog-Abstinenz melde ich mich nun wieder zurück und bringe einige Gedanken mit, die ich hier veröffentlichen werde. Durch Aktivitäten auf anderen sozialen Netzen war mein Blog etwas eingeschlafen, was mich immer etwas gestört hatte. Dennoch zog es mich ein wenig in andere Gefilde – zum Beispiel nach Twitter oder später Mastodon – und ich war interessiert, wie es dort zugeht, wie das System funktioniert und wie ich mit dem schwinge, was dort konfrontativ auf mich wartet. Diese Gefilde habe ich vor einiger Zeit bereits wieder verlassen und nach einer impulsreichen Reha, die mich zu meinem Lebensthema geführt hatte, mag ich meinen Blog wieder pflegen. Dieser Beitrag wird nun…
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Depressionsblicke
Ein Leben mit Depressionen führt unweigerlich zu Wahrnehmungsverzerrung und Gedanken, die andere (gesunde) Menschen in dieser Form nicht kennen. "Traurig sein" ist eine unzureichende Beschreibung für die Sichtweise, die man als Mensch mit Depressionen haben kann. Hier sind einige Beispiele ...
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Reflektiert | Leben mit Depressionen
oder: Wie ich Depressionen wahrnehme. (01) Für mich wie zu leben, ohne das Leben zu berühren. (02) In Griffnähe ausharrend, ohne zugreifen zu können. (03) Gefühle hinter verschlossenen Türen zu spüren, ohne einen Schlüssel zu besitzen. (04) Dem Spiel des Lebens von der Seitenlinie aus zusehend. (05) Gedankenkreisel bis zur Orientierungslosigkeit. (06) Lebensfreude anderer Menschen durch einen grauen Schleier wahrnehmen. (07) Hochfunktional sein, ohne das Gefühl zu haben, zu funktionieren. (08) Um Menschen nicht zu belasten, platziert man vieles zwischen den Zeilen - auch um selbst nicht belastet zu werden. (09) Ein wichtiges Telefonat kann der Mount Everest sein. (10) Minderwertigkeitskomplexe und Depressionen sind sich gegenseitig Boden und Samen. (11)…
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Die graue Schwere
Mit Depressionen können Zustände eintreten die sehr belastend sind und wenn wir Menschen helfen wollen, mit ihnen umzugehen braucht es auch mal Innenwelten, die beschrieben werden. Achtung: Triggerwarnung für Menschen mit Depressionen, psychischen Problemen & Suizidalität.
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deN fokuS verliereN
Ich stehe auf, weil ich etwas vor hatte, bleibe nach ein paar Metern stehen und verweile. Was wollte ich nochmal? War es überhaupt wichtig? Der Kloß im Hals meldet sich. Runterschlucken. Kommt wieder. Die aufmunternde Musik, die ich mir dann auf die Ohren lege macht mich nach 1 Minute so wahnsinnig, dass ich fast meinen Kopfhörer in die Ecke pfeffere. Das Karussell beginnt und mit ihm das wahre Lied meines Lebens, jenes, dessen graue Refrains die Endlosschleife des Ergebnisses vom Scheitern darstellen. Mein Lied.
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In meinem Kopf kreisen unentwegt Gedanken.
Ich mache mir Sorgen um das, was kommt. Ich mache mir Sorgen darum, dass ich Deadlines nicht einhalten kann. Mache mir Sorgen, dass ich versage. Ich vermisse so viele Menschen. Der Druck und der Stress, den meine Mutter auf mich projiziert, die Art und Weise, wie sie mit mir umgeht. Wie sie nicht mit mir umgehen kann. Ich vergleiche. Warum ist sie so anders als ihre Schwester? Wenn ich mit beiden rede, während sie in der Küche sitzen, warum reagiert meine Mutter so anders? Warum ist das so, warum kann sie nicht mehr so sein wie meine Tante? Warum reagiert sie auf alles immer so gestresst, gereizt, genervt, mich abstoßen…
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Sätze gegen lästige Motivation und gute Laune
Du bist schuld, weil es mir schlecht geht. Ich mache alles alleine. Wegen Dir habe ich Schmerzen. Hast Du heute wieder Deinen Opfertag?
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Mit Angst den Tag beginnen
Viele Menschen erwachen morgens und vollbringen Großes, überwinden sich zu staunenswerten Leistungen oder erschaffen Werke, vor deren Kunst wir uns verneigen. Wenn ich in die Morgenluft hinaustrete, fürchte ich mich vor dem, was mir nicht gelingen oder wo mir die Kontrolle über eine Situation fehlen wird. Meine Gedanken sind erfüllt von du-hast-dieses-wieder-nicht-geschafft und du-hast-das-wieder-nicht-gut-genug gemacht. Wie ein Lieblingssample, welches Dauerschleifen durch den Kopf dreht.
