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    Schienensuizid

    Wenn sich von Jetzt auf Gleich Leben ändern. (Teil 1)

    Liebe Leser:innen, dieser Beitrag ist der Beginn der Themenreihe Schienensuizid.Am Endes dieses Beitrages sind nachfolgende Beiträge verlinkt. Es ist halb zwei Uhr nachts und die letzte Schicht eines zehntägigen Zyklus als Lokführer im Güterfernverkehr quer durch Deutschland beginnt. Es ist eine Nach-Hause-Schicht, also eine, deren Zielbahnhof für mich örtlich günstig liegt, denn ich komme schnell heim und kann dann meine Ruhe geniessen. Meine Lieblingsstrecke liegt vor mir, vorbei an einem Fluß auf dem sich Nachtlichter auf der Oberfläche spiegeln, tollen Landschaften, unaufgeregt, ereignislos aber schön. Ereignislos ist für einen Lokführer normalerweise der Idealfall: alles geht gut, es treten nur minimale Abweichungen vom Regelbetrieb auf und schon gar keine Unfälle. Gegen…

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    Grausichten

    Mit Angst den Tag beginnen

    Viele Menschen erwachen morgens und vollbringen Großes, überwinden sich zu staunenswerten Leistungen oder erschaffen Werke, vor deren Kunst wir uns verneigen. Wenn ich in die Morgenluft hinaustrete, fürchte ich mich vor dem, was mir nicht gelingen oder wo mir die Kontrolle über eine Situation fehlen wird. Meine Gedanken sind erfüllt von du-hast-dieses-wieder-nicht-geschafft und du-hast-das-wieder-nicht-gut-genug gemacht. Wie ein Lieblingssample, welches Dauerschleifen durch den Kopf dreht.