Nachgedanken
Nachgedanken über Aktuelles, Vergangenes und erwähnenswertes aus dem Hier und Jetzt.
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KI (Künstliche Intelligenz)
KI soll die Zukunft sein, sagt man.KI wird alles revolutionieren, sagt man.KI wird die Arbeitswelt erleichtern und erweitern. Sagt man.Menschen sind jetzt schon überfordert. Von Internet, SocialMedia, zwischenmenschlichen Herausforderungen und Kommunikation.
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17 Leitsätze voller Reibungsenergie zum Aufbrechen von Gedankenfesseln.
Der Weg zu sich selbst und einem selbstbestimmteren Leben führt früher oder später an einigen Leitsätzen vorbei, die hohes Reibungspotential haben können. Selbstreflexion kann ziemlich reaktionsfreudig sein, letztlich aber Krusten abbrennen.
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Bunte Spuren im Grau meiner Erinnerungen.
Du hast Spuren hinterlassen auf meinem Strand, lieber Daniel: eindrücklich, mannigfaltig und unauslöschlich. Manchmal gehe ich ihnen nach und erinnere mich lebhaft an Dein Bunt in meinen Grausichten. Weder Wind noch Wellen werden diese jemals auslöschen, nichts was geschieht, wird diese verdrängen. Jeder Schritt sind Bilder und Emotionen aus allen Zeiten, verschiedentlich, facettenreich. Doch dann enden Sie abrupt und das Bewusstsein darum, dass es kein neues Bunt geben wird, schmerzt seit dem Tag, als Du den Regenbogenweg gegangen bist in Deine friedliche neue Welt.
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Was man von der Corona-Pandemie lernen kann und wo die Grenze erreicht ist.
Wenn man die Themen Corona, Pandemie, Maßnahmen und Impfen gesamtheitlich betrachtet, muss man attestieren, dass es am Ende dann doch auf die Sp(r)itze getrieben wurde. Manche haben dies mit ihrer Berichterstattung forciert, andere mit ihren Taten unterstützt und wieder andere empfinden alles als Belastung, Bevormundung, Druckausübung und Entrechtung. Auch der Umgang von Impfbefürwortern mit Verschwörungsideologen und Impfgegnern ist grenzgängig, manchmal aus Verzweiflung, manchmal aus Wut, manchmal aber auch aus Überforderung. Vielleicht kann man vieles irgendwie nachvollziehen und Erklärungsversuche finden, aber am Ende müssen unangenehme Fragen geklärt und der Mut gefunden werden, Entscheidungen zu treffen, die das Wohl aller im Auge haben. Das gesundheitliche - nicht das finanzielle. Beachtlich, wie sehr…
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Leckgeschlagen: wenn eine Freundschaft untergeht.
Während der Corona-Zeit habe ich mit manchen Menschen intensive Gespräche geführt und zum Teil emotionale Erfahrungen gemacht, die mich tatsächlich eine Weile nicht ganz losgelassen haben. Was als Aufklärungs- oder vielmehr Aufrüttelversuche zweier Freunde mir gegenüber begann, endete in Rissen und Scherben auf allen Seiten. Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren, bin neuen Impulsen gegenüber höchst einladend aufgestellt und erfreue mich an jeder neuen Erkenntnis, die ich machen darf. Wahrheiten müssen für mich kausal nachvollziehbar und faktisch überprüfbar sein sowie in Summe für möglichst alle einen positiven Mehrwert besitzen - mal auf die Gründsätze heruntergebrochen. Ein fairer Umgang mit Meinungsfreiheit war mir nie fremd, allerdings habe ich immer auch…
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Runter vom Kausal-Sockel oder: komm mit mir ins Aberglaubeland. [Update]
Zugegeben, wenn es an die haarigen Themen im Leben geht, stehe ich gerne in den Startlöchern für eine gepflegte Diskussion. Dann und wann wird dies zur Herausforderung, weshalb ich stets bemüht bin, mein Gegenüber nicht einfach nur zu beziegen. Ich schätze den anspruchsvollen Austausch von Fakten, Ansichten, Meinungen und mein Herz geht auf, wenn das verhältnismäßig ohne Emotionen auf Sachebene vonstattengeht, zumindest aber ohne Beleidigungen. Für manche Mitmenschen mag ein gepflegter Streit gleichzeitig Lebensqualität bedeuten und wird als reinigendes Gewitter empfunden - ich bin mir nicht sicher, ob ich dem ganz folgen mag. Bestimmt ist es so, dass sich hochkochende Emotionen früher oder später zu einem Punkt auftürmen, an dem…
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Wer sich nicht empört ist ein Schläfer oder: mehr Mittelweg tut Not.
Fragte man mich heute, welche Herausforderung während der bisher erlebten (und bislang überlebten) Corona-Pandemie mich die meiste Kraft, die größten Nerven und längste Kondition erforderte, so ist meine Antwort klar: Kontenance zu wahren. Als die ersten Berichte einer neuen viralen Infektionskrankheit aufkamen, hat man recht verhalten Nachrichten interpretiert und gehofft, dass es schon alles nicht so schlimm kommen wird. Bekanntlich irrt man sich im Leben und manches ist auch nicht vorherzusagen, auch wenn dies viele Menschen von anderen gerne einfordern. Spätestens als klar war, dass eine große Pandemie durch die Bevölkerung zieht und man teils zu unangenehmen Konzepten greifen muss, um eine unkontrollierte Seuche zu vermeiden, stellt sich heraus, dass…
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Konflikt mit der inneren Wahrheit.
Wenige Tage und Wochen nach den verheerenden und mitunter sintflutartigen Überschwemmungen wird mir als Nichtbetroffener mehr und mehr bewusst, was da eigentlich geschehen ist. Die Starkregenfälle haben uns knapp verfehlt und sind nur wenige Kilometer weiter vorbeigezogen, sehr zum Leidwesen einiger Dörfer, Städte und gar ganzer Landstriche. Schaut man sich die Berichterstattung an, bleibt man sprachlos zurück, kann das Ausmaß selbst nicht recht begreifen. Der Verstand weiß, dass ganz, ganz viele Menschen einen mehr als herben und mit Sicherheit lange nachklingenden Schicksalsschlag erdulden mussten und gleichwohl weiß man, dass man das nur nachempfinden kann, wenn man selbst betroffen ist. Ich weiß, wie Du dich fühlst. Selten ist ein Satz von…
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Dinge die gut tun und Türen öffnen.
Draußensein. Frischluft. Sonnenlicht. Bewegung. Mitwanderer. Zugegeben: anfangs war ich ob dieser Rahmenbedingungen doch sehr herausgefordert, als ich mich Barbara von Klaas' Wandergruppe anschloss. Weil das Universum ja clever ist, habe ich als erste Wanderung sogleich einen 50km-Gewaltmarsch bei 45 Grad im Schatten -durch die Wüste- absolvieren dürfen ... jedenfalls fühlte es sich so an. Der Überforderung entlarvt, war mein inneres Gleichgewicht sagen wir schiefstehend, aber stabil: das Durchschnittsalter war gefühlt 70 und das geht ja nicht, dass mir die mehr als rüstige Rentnertruppe davonläuft. Da muss man sich anerkennend verneigen vor soviel Disziplin und Sportlichkeit im hohen Alter! Natürlich übertreibe ich mit den 50km ein wenig, aber bergauf-bergab bei hochsommerlichen…
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Man ist kein Depressiver! Man hat Depressionen.
Als ich Torsten Sträter dies sinngemäß während eines Interviews sagen hörte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Meine emotionale Reaktion war deutlich und die meines Ego's entsprechend distanziert: wieso bin ich da nicht selbst drauf gekommen? Ganz einfach: weil ich mich mit Depressionen identifiziert hatte und es bewusst nicht mehr als Krankheit wahrnahm. Da sitzen also Torsten Sträter und Kurt Krömer in einem Interview (ist am Beitragsende verlinkt) und Krömer spricht Torsten auf seine öffentliche Äußerung an, an Depressionen zu leiden. Es beginnt ein offenes, schnell intimer werdendes und sehr respektvolles Gespräch über die Krankheit Depressionen mit vielen sehr persönlichen Nuancen beider Beteiligten. Es zeigt: öffentlich zu dieser…
