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Sätze gegen lästige Motivation und gute Laune
Du bist schuld, weil es mir schlecht geht. Ich mache alles alleine. Wegen Dir habe ich Schmerzen. Hast Du heute wieder Deinen Opfertag?
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Wenn sich von Jetzt auf Gleich Leben ändern. (Teil 1)
Liebe Leser:innen, dieser Beitrag ist der Beginn der Themenreihe Schienensuizid.Am Endes dieses Beitrages sind nachfolgende Beiträge verlinkt. Es ist halb zwei Uhr nachts und die letzte Schicht eines zehntägigen Zyklus als Lokführer im Güterfernverkehr quer durch Deutschland beginnt. Es ist eine Nach-Hause-Schicht, also eine, deren Zielbahnhof für mich örtlich günstig liegt, denn ich komme schnell heim und kann dann meine Ruhe geniessen. Meine Lieblingsstrecke liegt vor mir, vorbei an einem Fluß auf dem sich Nachtlichter auf der Oberfläche spiegeln, tollen Landschaften, unaufgeregt, ereignislos aber schön. Ereignislos ist für einen Lokführer normalerweise der Idealfall: alles geht gut, es treten nur minimale Abweichungen vom Regelbetrieb auf und schon gar keine Unfälle. Gegen…
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Ein Leben ohne Musik: undenkbar, unvorstellbar, unvollkommen.
Musik ist für mich eine der wertvollsten Errungenschaften der Menschheit. Wer braucht schon Feuer, wenn er sich warm trommeln kann. Hin und her wabernd zwischen aktiver Unterhaltung, sanfter Hintergrundberieselung und machtvollem Einfluss auf unsere Emotionen liegt ihr großer Vorteil in der Vielseitigkeit.
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Mit Angst den Tag beginnen
Viele Menschen erwachen morgens und vollbringen Großes, überwinden sich zu staunenswerten Leistungen oder erschaffen Werke, vor deren Kunst wir uns verneigen. Wenn ich in die Morgenluft hinaustrete, fürchte ich mich vor dem, was mir nicht gelingen oder wo mir die Kontrolle über eine Situation fehlen wird. Meine Gedanken sind erfüllt von du-hast-dieses-wieder-nicht-geschafft und du-hast-das-wieder-nicht-gut-genug gemacht. Wie ein Lieblingssample, welches Dauerschleifen durch den Kopf dreht.
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Es gibt immer ein Licht in der Ferne.
Jeder kennt sie, die dunklen Stunden voller Schwermut und vielleicht sogar Schmerz. Wenn sie zupackt, die kalte Verzweiflung, die Trauer, die Gram, wenn sie in alle Glieder kriecht und sie zu Bleigewichten werden lässt.Man möchte weglaufen, doch wohin auch immer man flüchtet, nimmt man sich selbst mit - und den festgegrabenen Anker.
